Vorbericht Gerätturnen 3. Bundesliga Süd WTG FilderNeckar
Die Süd-Staffel der 3. Bundesliga der Frauen im Gerätturnen startet am Wochenende in Balingen in die aktuelle Saison der Deutschen Turnliga.
Die erste Mannschaft der WTG FilderNeckar mit den Turnerinnen des TB Neckarhausen sieht sich in der Südstaffel der dritten Liga kurzfristig veränderten Bedingungen gegenüber. Erst vor einigen Tagen wurde bekannt, dass nun auch hier, wie in der zweiten und dritten DTL-Liga, nurmehr vier Turnerinnen ans Gerät gehen dürfen. Damit fällt der Puffer einer möglichen Streichwertung weg, was die bereits geplanten Einsätze für Trainergespann Tim Sachsenmaier, Janina Yalastasi, Vanessa Malz und Franziska Jooss natürlich etwas über den Haufen wirft. Es wird schwieriger, Athletinnen einzusetzen, deren Übungen noch nicht so erprobt und sicher sind. Das betrifft insbesondere den Nachwuchs, den man an die Aufgaben der Bundesliga heranführen will. Auf der Seite der Routiniers und möglichen Vier-Kämpferinnen stehen Annika Jooss, Alessia Anderes, Tabea Preisendanz und Jasmin Hashemi bereit. Thalia Tsiloglanidis hatte sich vergangene Saison in der DTL vollends etabliert. Julia Robey, die sich aus der zweiten Mannschaft entwickelt hat, wird wegen Umzug nur noch für den ersten Durchgang zur Verfügung stehen. Mit Hannah Luik, Franziska Cerny, Yvonne Kaltenbach, Julia Renzler und Amelie Engels hat das Team aber genügend Möglichkeiten, sich zu komplettieren.
Das Niveau der 3. Liga dürfte auch dieses Jahr außerordentlich hoch sein. Die TG Breisgau wird als Absteiger ebenso vorne ein Wort mitzureden haben wie der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau. Aufsteiger SV Leonberg-Eltingen ist nicht zu unterschätzen, und der SV Hülben rückt mit starkem Kader an. Bei beiden Vereinen zeigt sich deutlich, dass sie, seit sie über eigene Trainingsmöglichkeiten mit feststehenden Geräten und Schnitzelgruben verfügen, eine sehr dynamische Entwicklung gemacht haben. Auch für Laien erkennbare Zeichen sind die Anzahl der Doppelsalti am Boden oder die Schwierigkeiten der Übungen an Barren und Sprung.
Man hat sich daher zunächst wieder einen gesicherten Mittelplatz zum Ziel gesetzt. Dazu Sachsenmaier: „Wir sind gut vorbereitet und haben hochwertige und auch sichere Übungen im Gepäck. Mit vier Starterinnen pro Gerät können wir jetzt natürlich weniger Risiko eingehen.“ Gelingen die beiden Durchgänge vor der Sommerpause gut, will man im Herbst verstärkt auf junge Athletinnen setzen.
Autorin: Dorothea Jooss
Bildrechte: Hrivatakis
