WTG FilderNeckar II bleibt in der Verbandsliga – nach Hitzeausfall des dritten Wettkampfes unverhofft in der Aufstiegsrelegation zur STB Oberliga

Oberliga-Relegation am 11.07.2026 in Weissach im Tal

Die Hitzewelle im Juni bescherte der zweiten Riege der WTG FilderNeckar mit den Turnerinnen des TB Neckarhausen unverhofft die Qualifikation für die Oberliga-Relegation. Als drittplatziertes Team nach zwei durchgeführten und einem ausgefallenen Wettkampftag startete die Riege um das Trainerteam Sachsenmaier/Jooss/Malz am Samstag, 11.7., in Weissach im Tal gegen den favorisierten TV Wetzgau II und den TSV Lippoldsweiler I; der TSV Ebingen I war nicht angetreten.

Ein Erfolg hätte für die WTG II den dritten Aufstieg in Folge bedeutet und so sahen die Trainer weniger auf die Aufstiegschance als darauf, den Nachwuchs verstärkt einzusetzen; zumal mit Amelie Engels (verletzungsbedingt) eine starke Vierkämpferin und mit Yvonne Kaltenbach (beruflich verhindert) eine Gerätespezialistin für Boden und Balken ausfielen. So wurde es mit 160,3 Punkten mit angemessenem Abstand am Ende Platz 3 und der Verbleib in der Verbandsliga.

Herausragend präsentierte sich Hannah Luik: mit 43,85 Punkten war sie zweitbeste Vierkämpferin des Tages. Und auch Julia Renzler, die durch den Ausfall von Engels spontan an allen Geräten zum Einsatz kam, turnte sich hervorragend als Fünfte unter die Top-Athletinnen.

Am Sprung zeigten Mia Schwellinger (10,25), Joy Ango (10,90), Sophia Busch (10,85), Luik (11,05) und Renzler (10,70) eine solide und geschlossene Team-Leistung (gesamt 43,50 Punkte). Bereits am Stufenbarren zeigte sich, dass man doch hinter den beiden anderen Teams im Rückstand lag: einzig Luik kam mit hochwertiger Übung und 9,20 Zählern an die besten Wertungen heran. Busch (7,65), Schwellinger (7,60), Pia Bauknecht (7,15) und Renzler (7,30) ergänzten zum Team-Ergebnis von 31,75.

Deutliche Nervosität führte am Schwebebalken zum für die WTG ungewohnt niedrigen Ergebnis von 40,00 Punkten. Ango erntete trotz Sturz aufgrund der technischen Schwierigkeit ihrer Kür noch 10,50, während Emmi Wiedemann (7,75) und Bauknecht (8,75) hohe Abzüge hinnehmen mussten. Renzler turnte zwar weniger schwierig, dafür aber am saubersten und wurde mit 9,45 Punkten trotz Sturz beim Abgang belohnt. Luik zeigte ihre bereits in der Bundesliga erprobte, mit Höchstschwierigkeiten gespickte Übung (D-Note 5,9) und erhielt mit 11,30 Zählern die vierbeste Wertung des Tages.

Trotz sehr schönen Übungen konnte das Team der WTG II am Boden den Rückstand zur Spitze nicht mehr wettmachen: Busch startete erstmals am Boden mit 9,65, gefolgt von Renzler mit hervorragenden 11,50 und starken 10,75 von Bauknecht. Die Bestmarke für das Team setzte erneut Luik und riss die 12er Marke mit 12,30 Zählern als Tagesdrittbeste; Ango trug abschließend nochmals 10,50 Punkte zum Geräteergebnis von 45,05 bei.

Die Trainer, die sofort im Anschluss nach Waging in Bayern fuhren, um am Sonntag die Bundesliga-Mannschaft zu betreuen, waren mit dem Wettkampftag zufrieden. Jooss kommentierte: „Mit diesen Leistungen können wir für die nächste Verbandsliga-Saison sehr gut weiterarbeiten und uns kontinuierlich verbessern, besonders was die Sicherheit der Übungen betrifft.“

 

Autorin: Dorothea Jooss

Bildrechte: Hrivatakis

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