Dritter Platz beim 3. Wettkampftag in der 3. Bundesliga Süd am 10. Oktober 2026
Die erste Mannschaft der WTG FilderNeckar mit den Turnerinnen des TB Neckarhausen trat am Samstag, 10. Oktober, beim Tabellenführer TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau in kleiner, aber außerordentlich starker Besetzung an: Mannschaftsführerin Annika Jooss hatte zuletzt bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften ihre Klasse gezeigt, genauso wie Nachwuchstalent Thalia Tsiloglanidis. Dazu kamen Jasmin Hashemi und Tabea Preisendanz in Top-Trainingszustand sowie Alessia Anderes, die in der vergangenen Woche Schweizer Meisterin im Mehrkampf der Amateure und Vize-Meisterin am Sprung in der Elite-Klasse wurde.
Trainer Sachsenmaier äußerte sich am Ende des Tages mit dem 3. Platz und 172,00 Punkten sehr zufrieden: „Mit Rang vier in der Tabelle haben wir heute den Klassenerhalt schon vor dem abschließenden Wettkampftag in Esslingen am 15. November gesichert und sogar noch gute Chancen, die Konkurrenz von der TG Breisgau vom Bronzerang zu verdrängen.“
Am Stufenbarren, der sonst nicht immer das Top-Gerät der WTG FilderNeckar ist, gelang ein super Start: Alle Übungen liefen sauber und ohne Sturz durch (Anderes 10,75, Preisendanz 9,75, Hashemi 9,65, Tsiloglanidis stark verbessert mit 8,75), und 38,90 Punkte und Geräterang drei waren die Belohnung. In zwei der vier Barrenübungen war als Flugelement ein Jägersalto zu sehen (Hashemi und Anderes), dazu zeigte Hashemi noch einen Überflieger mit halber Drehung.
Das Team zeigte auch am Schwebebalken sehr anspruchsvolle Übungen – dort mussten jedoch alle Athletinnen trotz ansonsten sicherer Ausführung mit wenigen Wacklern mindestens einmal das Gerät verlassen. Mit insgesamt sechs Sturzabzügen belegte die WTG hier am Ende noch Platz vier (40,05 Punkte: Preisendanz 10,60, Jooss 10,40, Anderes 10,20, Tsiloglanidis 8,85); allerdings hätte man mit ein paar Abgängen weniger auch um den Tagessieg mitmischen können.
Die WTG-Truppe behielt weiter ihre gute Moral und holte mit ausdrucksstarken und exakt ausgeführten Bodenküren 44,65 Zähler – das zweitbeste Teamergebnis an diesem Gerät (Anderes 12,00, Preisendanz 11,30, Jooss 10,75, Hashemi 10,60). Ein Highlight war der Doppelsalto in gestreckter Ausführung von Anderes, den sie in der Bundesliga erstmals zeigte.
Schließlich setzte sich die WTG am Sprung noch einmal eindrucksvoll in Szene: Auf drei in den Stand gesetzte, gebückte Tsukaharas – Hashemi (11,50), Jooss (12,00) und Tsiloglanidis mit persönlicher Bestleistung von 12,10 – folgte ein spektakulär ausgeführter Überschlag-Salto von Anderes mit der Tageshöchstwertung von 12,80. Mit 48,40 Punkten war die WTG damit das beste Team an diesem Gerät.
Anderes konnte sich bei der Siegerehrung zusätzlich über Rang vier der besten Vierkämpferinnen freuen (45,75). Das WTG-Team holte sich mit nur 1,45 Punkten Rückstand auf die zweitplatzierten Hülbener (173,45) und 2,40 Punkten auf Tagessieger Wetzgau (174,40) den dritten Platz des Tages (172,00) und steht damit auf dem vierten Rang der Bundesliga-Tabelle.
Autorin: Dorothea Jooss
Bildrechte: Hrivatakis
