2. Wettkampftag der 3. Bundesliga Süd Turnen der Frauen in Waging am See
Am vergangenen Sonntag, 12.07., trat die erste Riege der WTG FilderNeckar zur zweiten Runde der 3. Bundesliga Süd in Waging am See an. Ohne Alessia Anderes als starke Vierkämpferin verpasste das Team um Trainergespann Sachsenmaier/Jooss/Walz nur um einen halben Punkt den fünften Platz und zeigte eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung mit Teamspirit. Tabea Preisendanz turnte sich auf den 4. Platz der 4-Kämpferinnen und steigerte eineinhalb Jahre nach ihrer Knieverletzung wieder an allen Geräten die Schwierigkeit ihrer Übungen.
Der Auftakt am Sprung gelang mit vier gestandenen Tsukaharas gebückt nach Plan und setzte das Team an diesem Gerät in der Endabrechnung auf Rang zwei punktgleich mit Absteiger Breisgau. Thalia Tsiloglanidis, die mit einem durchgehend guten Wettkampf an drei Geräten endgültig den Status als Youngster hinter sich ließ, erhielt 11,55 Punkte, gefolgt von Jasmin Hashemi (11,80), Preisendanz (12,10) und Annika Jooss mit 12,05.
Die Barrenübungen liefen alle ohne Sturz, jedoch mit kleineren Unsicherheiten, was sich im Endresultat von 33,00 bei sehr strengem Kampfgericht niederschlug. Franziska Cerny turnte noch sehr sichere 7,75; Hashemi mit kleinem Fehler am unteren Holm (7,85), Tsiloglanidis erstmals wieder mit Flugelement zum oberen Holm (8,05) und Preisendanz mit Riesenfelge mit ganzer Drehung erzielte das beste Teamresultat mit 9,35 Zählern.
Wie gewohnt eröffnete Jooss am Schwebebalken mit ihrer Sicherheit für die nachfolgenden Turnerinnen und erhielt 10,20 Punkte am Lieblingsgerät der Mannschaft. Damit lag sie im vordersten Feld, da auch hier das Kampfgericht sehr streng wertete. Hashemi folgte leider mit einem Sturz aufs Gerät und 9,00, und Cerny musste gleich zweimal vom Balken (7,55). Hier konnte auch Preisendanz mit ihrer Top-Übung – allerdings ebenfalls mit einem Abgang beim Hockbück-Sprung mit ganzer Drehung im Seitverhalten – und 10,40 Punkten am schlechtesten Teamergebnis von 37,15 nichts mehr ändern.
Mit ihren künstlerisch starken Bodenküren erturnten sich die WTG-Athletinnen zwar den 3. Rang an diesem Gerät, mussten aber am Ende mit 160,10 Gesamtpunkten dem SV Leonberg-Eltingen den Vorrang für Platz 5 überlassen. Als erstes zeigte Hashemi ihre Übung mit anspruchsvollem 1 ½-Schrauben-Element, die mit 10,30 Punkten belohnt wurde. Preisendanz legte mit hervorragenden 11,30 und erstmals wieder gezeigter 1 ½ Schrauben-Akrobatik-Bahn noch etwas drauf. Tsiloglanidis meisterte ihren Bundesligaeinsatz am Boden mit neuer und außergewöhnlicher Choreografie bestens (9,85) und Jooss setzte mit ihrer ausdrucksstarken Übung und glatten 11,00 Punkten ein letztes Ausrufezeichen für die WTG. Aufsteiger Wetzgau sicherte sich mit 168,70 Punkten vor der TG Breisgau den Tagessieg und den ersten Tabellenplatz.
Nach dem komfortablen Start im ersten Wettkampf liegt die WTG I zur Halbzeit und Sommerpause auf dem vierten Tabellenrang und macht sich wenig Sorgen um den Klassenerhalt. Trainer Tim Sachsenmaier meinte abschließend: „Wir haben gezeigt, dass wir über genügend Alternativen verfügen, wenn jemand ausfällt; das macht uns als Team sehr stark.“ Im Herbst, am 10. Oktober in Schwäbisch Gmünd, wird im Übrigen auch Anderes wieder am Start sein.
Autorin: Dorothea Jooss
Bildrechte: Hrivatakis
